Rückblick 2020

Rückblick 2020

Wie schnell die Welt weltweit auf dem Kopf stehen kann…

Am 01.01.2020 saß ich im Zug heimwärts von Wien und las das erste Mal von einem eigenartigen Virus in China. Weitweg. Im März war plötzlich der Kindergarten zu. Wir durften niemanden mehr treffen. Das Leben stand Stück weit still. Das tat auch gut. Vorallem der Gesundheit.

Im Frühjahr kam ich gut zum Nähen und habe drei neue Hosen (die ersten Hosen überhaupt) genäht:

Arenite Pants in grünen Leinen (eins meiner am häufigsten getragenen Kleidungsstücke, da einfach bequem und sehr kombinationsgeeignet – passt zu fast allen Oberteilen)

Arenite Pants in Petrolfarbenen Wollstoff (der Stoff ist leider sehr haaranziehend und die weiten Beine und Taschen nicht immer so praktisch – ich trage ich gern wenns kühler ist und ich den Tag über außer Haus bin)

Latzhose in roten Leinen (nichts zum Wandern (der Rücken ist natürlich dann ziemlich nass), aber prima für den Sommer oder mit Strumpfhose auch für kalte Tage – allerdings habe ich nicht so viele passende Oberteile zum Kombinieren)

          

Der Estuary Skirt aus grünem Thaistoff (noch nicht verbloggt, kommt sobald es wieder wärmer wird, wurde leider erst zum ersten Frost fertig und ist einfach zu sommerlich, daher nur einmal bisher getragen) und ein passendes Bindeoberteil dazu (welches ich nie tragen werde…)

Morgenmantel (auch noch nicht verbloggt, irgendwie fehlen mir noch anständige Fotos dazu – trage ich aber täglich)

Nun, man sieht, welche Stilrichtung mir dieses Jahr ziemlich gefallen hat, oder?

Nebenzu habe ich immer mal wieder sechseckige Untersetzer aus Stoffresten genäht und übers Jahr verteilt vier Projekttaschen Didi als Geschenke für Handarbeitsliebende Frauen (die zeige ich im neuen Jahr).

Und ich habe mal wieder Stricknadeln in die Hand genommen im November/Dezember ein bisschen Stricken geübt mit kleinen Anfängerprojekten. Die zeige ich auch in den nächsten Wochen.

Ansonsten war ich viel in meinem neuen Balkongarten am Buddeln und Pflegen, …

… ganz schön viel in der Küche (seit Feburar wöchentlich am Sauerteigbrotbacken, seit Mai gibt’s n Kombucha Scoby zum Pflegen, fast täglich leckeres zum Essen und im November habe ich 24 verschiedene Plätzchensorten für den Plätzchenadventskalender gebacken) …

 … und endlich auch wieder öfter in den Bergen (Allgäuer Alpen, Tannheimer Tal, Kleinwalser Tal, Lechtal, Schwäbische Alb, Schwarzwald, Donauberge) unterwegs incl. mehreren Hüttentouren (ja, das war trotz Corona möglich und es war teilweise auch leerer und somit auch natürlich ruhiger und schöner…).

Statt Städtetrips waren wir viel zuhause in den umliegenden Wäldern unterwegs …

… oder am Küchentisch beim Spielen.

Ein paar Städte habe ich trotzdem dieses Jahr gesehen: München, vers. im Wendland (u.a. Lüchow und Hitzacker), Lüneburg, Bad Urach und St. Gallen.

Im Großen und Ganzen bin ich doch recht zufrieden mit dem vergangenen Jahr.

Natürlich ist auf meiner Want-to-Sew-Liste noch ziemlich viel übrig, das nehm ich eben einfach ins neue Jahr mit und ergänze die Liste nur. Der Stoffabbau geht auf jeden Fall weiter.

– Das war meine Reisegarderobe für 1,5 Wochen Wendland und Franken –

Und was war das beste in diesem Jahr?
Nun, es gab kaum einen Tag, an dem ich nicht etwas selbstgenähtes getragen habe!

Mit meinen drei sehr unterschiedlichen Trachtenröcken, meinem warmen Wollrock, (meinem bodenlangem Estuary Skirt), meinen drei Hosen, meinem Kleid und meinen zwei Strickjacken bin ich inzwischen sehr gut ausgestattet.     

Dazu kommt, dass ich jeden Morgen in meinen Morgenmantel und gestrickten Hausschuhe schlüpfe, damit ich nach dem morgentlichen Frischmachen im Bad nicht als Eiszapfen mich wieder ins Bett verkrieche.
An “Unterteilen” trage ich wirklich kaum mehr etwas gekauftes – stattdessen haben so mache Kleidungsstücke meinen Schrank verlassen, da ich gemerkt habe, dass sie nicht mehr zu mir passen bzw. sie einfach nicht so bequem und praktisch sind, wie meine selbstgenähten.

Aktuell besitze ich noch zwei gekaufte Röcke, zwei gekaufte Stoffhosen und zwei gekaufte Kleider (die allerdings für die Arbeit mir zu kurz sind, sodass ich sie nur an freien Tagen zuhause trage – kaum mehr außer Haus). Dafür sind noch alle T-Shirts und Pullis gekauft, ich habe mich einfach noch nicht an Jersey und meine geerbte Overlock getraut (wird jetzt wirklich mal Zeit!). Meine zwei genähten Alegra Cardigans werden durch einen gekauften klassischen Cardigan und einen gekauften Jerseyblazer ergänzt (und falls dieser irgendwann durch ist, habe ich hierfür schon ein Schnittmuster gefunden).


Ich habe vielleicht noch nicht viel selbstgenähte Kleidung, dafür lauter Lieblingsteile, die ich ständig und gerne trage. Ganz im Sinne der Capsule Wardrobe – ganz im Sinne des Minimalismusgedanken und der Nachhaltigkeit.

Natürlich habe ich mir schon Gedanken für das neue Jahr gemacht und ein paar Schnittmuster bereitgelegt, die ich demnächst nähen möchte. Schnell bin ich nicht, aber stolz bin ich, wenn nach mehreren Wochen/Monaten endlich mein neues Kleidungsstück fertig ist.

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