2 York Pinafore Dresses + 10 weitere selbstgemachte Kleidungsstücke

Zum heutigen Memademittwoch zeige ich euch gleich zwei vollständige Outfits mit jeweils 5 verschiedenen, selbstgemachten Kleidungsstücken.

Ich bin gespannt, welches Outfit euch am besten gefällt.

Auf Instagram gab es heute bei der Abstimmung fast gleich viele Stimmen für beide Outfits.

zwei Cord York Pinafore Dresses

Das Hauptelement dieser zwei Outfits sind die zwei aus Cordstoff genähten York Pinafore Dresses (Schnittmuster von Helen’s Closet). Ich gebe zu, diesen Schnitt habe ich vor mehreren Jahren gekauft um die Schürzenerweiterung darauszunähen. Das Kleid hat mich damals nicht angesprochen. Kein aufgestellter Rock, kein körperbetontes Oberteil.

Aber dann, irgendwie, kam mir, dass ich doch aus einem rosafarbenen Cordstoff ein Überwurfkleidchen nähen könnte. Sofort kam mir der gekaufte und jahrelang abgelegene Schnitt auf meiner Festplatte wieder in den Sinn.

Am Nähwöchenende auf der Schwäbischen Alb (Der Süden Näht) habe ich das rosafarbeneKleid (und ein weiteres aus einem empfindlichen Thaistoff, wofür ich aber noch keinen guten Kombipartner habe) genäht.

Hab in Albstadt noch versucht ein farblich passendes Schrägband zu kaufen, allerdings gab es dort nur dieses hässliche schrille…ein Detail, dass mir nicht gefällt. Es entspricht mir so gar nicht. Aber man sieht es ja getragen kaum.

Nachdem Wochenende fand ich großen Gefallen an dem Kleid, trug es fast täglich auf der Arbeit.

Ein weiteres sollte her. Farblich unauffälliger und doch perfekt passend für meinen Kleiderschrank: Beigefarbener Cord wurde bestellt, das Kleid zugeschnitten.

Und im März beim XXL-Nähwochenende bei Zuleeg dann rasch genäht. Das ist das tolle an dem Kleid: es geht relativ zügig und braucht bis auf die Taschenplatzierung keine aufwändigen Anpassungen.

Nun habe ich zwei Cordüberwurfkleider, die ich sehr sehr häufig trage.

Ja, sie schmeicheln meiner Figur nicht.

Sie sind an den Beinen unflexibel, was Hocken oder Schneidersitz angeht, aber ich trage sie trotzdem besonders gern auf der Arbeit. Die große Kängurutasche ist einfach soooo praktisch. Ob 500ml-Trinkflasche, Brotdose, Telefon, Handy, Schlüsselbund, Brillenetui, eingesammeltes Spielzeug – geht alles rein. Oft auch noch gemeinsam. Sehr praktisch. Aber schaut gewiss ziemlich doof aus. Seh ich aber nicht. Ich seh nur die bewundernden Blicke der Kinder, wenn ich all die Dinge aus meinem Beutel hervorzaubere.

Mit kleinen blauen Mustern wäre das auch gewiss die perfekte „modernere“ Kittelschürze.


Es waren nicht meine letzten zwei York Pinafore Dresses. Mindestens ein weiteres wird aus grünem Leinen für mich und zwei aus Wollwebstoffen (von Zuleeg) für meine Mutter werden dieses Jahr noch genäht.

Das ist drin

Schnitt/ Anleitung: York Pinafore Dress von Helen’s Closet
Größe: ? (muss dafür den Schnitt wieder finden…glaube 16)
Änderungen: 2 cm Oberteil nach Anleitung gekürzt
Material: 100% BaumwollCord
Werkzeug: Rollschneider, Nähmaschine, Overlockmaschine, Klammern, Kleber
Kosten: Schnittmuster: 14,95 € + ca 15 € für je 1,2m beigefarbener Cordstoff + Schrägbänder + Labels + Garn = pro Kleid ca 30€
Arbeitszeit: jeweils <5 h
Fazit: einfaches, schnell genähtes Überwurfkleid, nur die Taschenplatzierung braucht Zeit und Geduld. Mir reicht 90 cm Stoff + Stoff für die Taschen (man könnte ja auch andere wählen)

zwei Pullover Inge (Konfettipatterns)

Im Dezember habe ich kurz vor Abfahrt noch „schnell“ meine ersten zwei Pullover genäht. Inge von Konfettipatterns hat auch schon länger daraufgewartet endlich von mir getestet zu werden. Schlicht ohne Kapuze, aber mit Armbündchen und Puffärmelchen. Einmal mit Bauchbund und einmal ohne (dafür mit Wavenaht). Größe 44 sitzt schön locker an mir.


Meine erste Inge ist aus dem Jacquardstoff mit Punkten. Diesen habe ich in der Verschenkekiste beim Nähwochenende auf der Alb gefunden. Ging sich von der Menge perfekt für diesen Pullover aus. Nur mit der Originallänge und dem Bauchbündchen schaut der Pulli zu meinen Röcken merkwürdig aus. Aber zur Hose oder unter dem York Pinafore Kleid ist er wunderbar.

Der Stoff fühlt sich so herrlich kuschelig weich an. Wärmt auch erstaunlich gut. Mein neuer Lieblingspulli.

Meinen zweiten Inge Pullover habe ich direkt im Anschluss genäht. Hierfür habe ich einen zwei Jahre abgelagerten Bambusjacquardstoff, denn ich im örtlichen Stoffladen gekauft habe, vernäht. Mensch, ließ der sich einfach zuschneiden. Der bleibt einfach liegen, wie man ihn hinlegt. So genial. Natürlich versuchte ich das Muster so wenig wie möglich zu stören. Leider reichte das Stoffstück durch die Puffärmelchen nicht perfekt aus. So wurden die Ärmel mit leichtem Musterversatz zum Körperteil zugeschnitten (untereinander aber natürlich deckungsgleiches Muster). Und die Ärmel schnitt ich dieses Mal in der „normale Armlänge“ zu. Ja, für mich sind das zu kurze Ärmel. Ich trage fast immer meine Stulpen als Verlängerung drunter.

Der Stoff fällt auch recht sonderbar: Am Busen geht der Stoff einfach wie ein Zelt nach unten und steht am Bauch dementsprechend stark ab. Schaut zur Hose merkwürdig aus. In den Rockbund gesteckt aber theoretisch zu einem Rock tragbar. Bisher noch nicht gemacht, da ich diesen Pulli Inge eigentlich immer immer zu meinem rosafarbenen York Pinafore Kleid trage. Ich liebe diese Kombi. Man sieht wohl nix vom Wavenahtsaum, aber egal.

zwei Musselindreieckstücher

In der kühlen Jahreszeit trage ich gewiss 70% der Zeit ein Halstuch/Schal.

Zu diesen zwei Kleidern habe ich jeweils ein perfektes Tuch in den letzten zwei Jahren genäht.

Hierfür habe ich jeweils drei Musselinstoffe zusammengenäht und meine gebraucht gekaufte Overlock Babylock Acclaim und ihre verschiedenen Stiche getestet. So gibt es Fach-, Wave- und Overlocknähte und Rollsäume. Auch mit ein bisschen Metallic/Glitzer. Für Räume, Übergangszeiten und Sommerabende sind diese dünnen Musselindreieckstücher wunderbar. An kalten Wintertagen trage ich draußen einfach noch einen Schal obendrauf.

Magst du auch Musselindreieckstücher so gern?

Nun kommen wir zu einer ganz neuen Rubrik: Gestricktes!

Hierzu werden noch ausführlichere Blogbeiträge kommen. Daher nur kurz:

zwei verschiedene Stirnbänder

Mein erstes gestricktes Stirnband. Wolle im Wollladen in Leutkirch Januar 2020 spontan gekauft und direkt verstrickt. Mein erstes Stirnband war zu schmal. Dann folgte dieses. Nicht unterfüttert, daher nur für die Übergangszeit. Aber es bleibt meist perfekt an Ort und Stelle.

Mein zweites gestricktes Stirnband habe ich letztes Jahr gestrickt. Ich hatte mir das Buch „Bernd Kestlers Mustersammlung“ gekauft und direkt das Stirnbandprojekt aus dem hinteren Teil des Buches gestrickt. Die Wolle hierfür hatte ich für die Stulpen im Wollladen in Isny gekauft, habe dann für das Stirnband sämtliche kurze und lange Abschnitte der Restwolle verarbeitet. Es ging sich so knapp auf den letzten cm aus… Das erste Projekt, beidem ich ein Muster nach Anleitung durchgezogen habe.

Zwei Stulpen

Ich liebe Stulpen und trage seit Jahren Herbst bis Frühling fast durchgängig Stulpen. Aber immer nur 2 rechts, 2 links war mir zu langweilig. Dann kam der Tipp dieses Muster alle paar Reihen zu versetzen. Schwups, war dieses einfache Muster gestrickt.

Ich hatte spontan ein paar Tage Zeit, fuhr in die Stadt zum Wollladen, suchte mir diese zwei Wollen aus und strickte diese zwei paar Stulpen. Ja, ich brauche keine längeren Armstulpen. Ich mag die so kurz.

Highlight: meine selbstgestrickten Socken

Letztes Jahr fing ich an nach Anleitung zu stricken. Und dann traute ich mich an mein Masterprojekt: die unflickbaren über 20 Jahre alten Wollsocken gestrickt von meiner Oma durch selbstgestrickte Socken zu ersetzen. Für das erste Paar brauchte ich recht lange. Die grünen mit Muster habe ich dieses Jahr gestrickt. Und die rostrot-braunen werden hoffentlich auch bald fertig und passen auch hervorragend zum beigefarbenen York Pinafore Dress. Nur das Muster ist so anstrengend, da brauche ich irgendwie ewig. Auch hierzu kommt im Herbst ein ausführlicher Blogbeitrag.

Nun meine Frage an euch:

Welches Outfit findest du schöner? Das rosa-grüne oder das beigefarbene?

Ich kann mich nicht entscheiden.

Schaut beim heutigen MeMadeMittwoch vorbei.

auch beim April-Creativsalat dabei

BINGO 2025

Mein 9.Kästchen vom Bingo von Antetanni: “ Kreative Gemeinschaft“ – da ich beide York Pinafore Dresses an einem Nähwochenende zwischen vielen anderen kreativen Frauen genäht habe.

Wer macht noch beim Bingo mit?

Meine ganzen Blogposts hierzu sammle ich übrigens hier: BINGO 2025

Mein erster Frühlingsstrauß aus dem Garten 2025

Habt einen tollen Frühling!

4 Antworten zu „2 York Pinafore Dresses + 10 weitere selbstgemachte Kleidungsstücke“
  1. Hihi, das mit den Stulpen zur Verlängerung kenne ich gut. Allerdings verlängere ich alle selbstgenähten Ärmel aus Prinzip auf 68cm, Hauptsache lange genug. Hab da wohl ein Trauma von Kaufleistung und kalten Handgelenken 🙂
    Nicht nur die Kinder sind beeindruckt von deinem als Kleid getarnten Koffer, ich würde auch Staunen bei diesen Gepäckmengen. Viel Freude mit deinen neuen Kleidern.
    Grüße Tina

  2. Ich finde beide Outfits schön, mir ist es zu schwierig da eine Entscheidung zu treffen. Die beiden Cordröcke mit ihren dazu passenden weiteren Kleidungsstücken passen gut zu dir. Erstaunlich, wieviel in so eine Kängurutasche passt. LG Gabi

  3. Also ich kann mich auch nicht entscheiden. Ich finde beide Ensembles in sich stimmig, grün-pink und Brauntöne, bis hin zu den farblich passenden Wollsocken! Und eigentlich auch gut andersrum zu kombinieren. Deine Nähwochenenden klingen fantastisch. Ich kenne das: An so einem Wochenende bringe ich auch immer so viel weiter. Bequem und praktisch sind deine Kleidungsstücke, und sooo unvorteilhaft wie du meinst, finde ich sie gar nicht. Alles wunderbar! Den kritischen Blick braucht es gar nicht. Liebe Grüße, Gabi

  4. Mir gefallen beide Outfits richtig gut! Und da dir beide Varianten hervorragend stehen könnte ich mich nicht entscheiden welche denn schöner ist.
    Ich selbst mag Cordlatzkleider auch richtig gern und Musselintücher auch! Mega! 🙂
    Liebe Grüße, Katja

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