Zur heutigen Stoffspielerei läd Sabine von petersilieundco ein. Schaut vorbei und seht euch die tollen Projekte der anderen an!
Erst hatte ich überlegt ob unter Taschen Kleidertaschen gemeint sind. Dazu habe ich letztes Jahr mal einen Workshop besucht um mein Wissen mal professionell überprüfen zu können. Aber dann dachte ich, nein, man kann auch andere Taschen meinen.


Und so kam ich auf die Idee, ich versuche eine Tasche zunähen, die bestimmte Kriterien erfüllen muss:
- bequem sein
- die Maße von Ryanair Handgepäck 40x30x20 cm bestmöglich erfüllen
- viel Volumen
- passend zur Reisegarderobe
- so viel aus den Vorräten wie möglich (und so wenig wie möglich neu kaufen)
- fertig bis zum Flugtermin
Nun, so kam ich zum Rucksack – ein Rucksack ist halt einfach bequemer als eine Tasche. Vorallem wenn man gepolsterte Träger macht.
Der Schnitt „Making Backpack“ von noodlehead hat fast die passenden Maße: 29 x 38 x 12 cm – da war es ein leichtes sie anzupassen – ich hab nur die Seitenteile verbreitert.
Es passt ziemlich viel rein.
Farblich abgestimmt auf meine Reisekleidung und passend auch zu meiner fuchsigen Bauchtasche.


Und ne Stunde vorm Losfahren war ich auch fertig. Nunja, ich müsste eigentlich noch was machen, aber bin mir noch nicht so sicher, wie. Daher habe ich eine Naht einfach nur mit einem Kantenband bebügelt, damit ich hier leichter etwas auftrennen kann…weiß nur aktuell nicht ob ich es wirklich so mache oder ob ich es einfach fertig innen versäubere.
Verwendet habe ich einen abgelagerten Canvasstoff (glaub von Stoffe.de), kombiniert mit dem Kunstleder, das ich schon bei meiner Bauchtasche verwendet habe, einem Air Mesh (hab ich auch bei meinem letzten Rucksack schon verwendet, diesmal aber in beige), dazu Netzstoff, ein Baumwollwebstoff aus dem Vorrat für die Taschen und seitliche Tunnel, Gurtband mit Zubehör, Reflektorband, selbstleuchtendes Garn, noch mehr normales Garn, Schrägband, Volumenvlies (wie beim letzten Rucksack), Label, Reißverschlüsse…


Da ich mir dachte, dass ein so handlicher Rucksack mit einer Dicke von grob 20 cm im nicht arg gefüllten Zustand aufn Rücken unbequem werden könnte, habe ich seitlich das Gurtband eingebaut – funktioniert, schaut nicht so elegant aus, wie in meinem Kopf gedacht, aber funktionstüchtig. Aber auch eine Herausforderung für die Nähmaschine…

Bei den Außentaschen für Trinkflasche, Regenschirm, Müll ect. hab ich die Höhe nicht so gut bedacht – da hab ich nur nach dem Schnitt geschaut, was optisch gut ausschauen könnte und dann spontan unten das breite Reflektorband aufgenäht – somit ist echt wenig Höhe da.
Daher müssen Flaschen unter das Gurtband noch gesteckt werden – geht, aber nicht so wie gewünscht.
Und dann hab ich den Fehler gemacht und das Gummiband einfach abgeschnitten beim Verstützen der Nahtzugabe…schwups, ist jeweils an der gleichen Seite der Gummi aus der Naht gerutscht…
Das sollte ich noch richten. Aber weiß gerade nicht so, wie ich das hinbekomme, dass das wirklich hält.
So konnte ich diese Taschen im Urlaub nicht nutzen…


Beim Tunnel dieser Seitentaschen habe ich das neue selbstleuchtende Garn (selbstgekauft) getestet. Komplett unnötig, aber irgendwie eine nette Spielerei. Sind aber nur diese zwei Nähte am Rucksack geworden, daher komplett überflüssig.

Leider hatte ich keine kupferfarbenen Ösen. Das ärgert mich nun schon die Kombi mit den sonst kupferfarbenen Elementen und dann auch noch das silberne Reflektorband….vielleicht kaufe ich doch noch einen passenden Lackstift und mal sie an…aber eigentlich ist es ja auch nicht wichtig für die Funktion…. Wie würde es dir damit gehen?
Den Rücken hab ich komplett anders gestaltet als es im Schnitt vorgesehen war:
- Air Mesh (ist wirklich angenehm und erstaunlich robust (hab ich an meinem ersten Rucksack getestet)
- ich hab ihn mit Volumenvlies gepolstert.
- dann dynamisch spontan abgesteppt (und so ist er geschrumpft….nächstes Mal größer zuschneiden und erst danach mit dem Schnitt anpassen!!)
- -ein sicheres Wertgegenstandsfach mit Reißverschluss und Reißverschlussabdeckung eingebaut (trotz Absteppung und Träger ect.)
- komplett andere Träger (im Schnitt ist nur Gurtband nackig vorgesehen)



Aber zum Thema Taschen habe ich noch weitere Taschen zum Zeigen, denn ich nähe seit 2011 schon gerne Taschen in klein und groß.
Diese Woche hab ich einen kleinen Teil meiner letzten Taschenprojekte hier gezeigt (nunja, heute, da das Programm nicht so wollte und ich durch Arbeit und Migräne ein paar Tage ziemlich ausgeknockt war):
-
Stoffspielereien Taschen – Making Backpack Hack

-
fuchsige Tasche voll Glück

-
Leichtmatrose – mein erster Rucksack

-
endlich eine Didi – Projekttasche für mich

15 Jahre sind schon ein spannender Verlauf von unterschiedlichen Stilen und Technikverfeinerungen.
Leider funktioniert heute die Technik nicht so wie ich will, daher kann ich hier leider keine Übersicht von den Blogbeiträgen all der bisherigen gezeigten Taschen machen… aber zumindest ein paar Fotos von den meisten:
Ich nähe eigentlich schon immer gerne Taschen. Meine erste war ein Geldbeutel für meinen damaligen Freund. Es war neben dem Hosenkürzen das erste Projekt an der uralten Pfaff meiner Mutter – schwarzes Garn auf rotem Stoff. Mit Klettverschluss. Nunja, er wurde nicht hübsch, aber er war funktionstüchtig und kam von Herzen – mit 16…
Die Tage habe ich wieder ein paar Taschen zugeschnitten, es stehen ein paar Geburtstage an und auch für mich soll’s noch eine farblich andere Bauchtasche geben. Ohne Deadline liegen zugeschnittene Taschen bei mir auch mal Monate lang in Projektbeuteln rum, aber bisher hab ich jede irgendwann dann genäht.
Ich freue mich auch über Kommentare bei den „alten“ Taschenbeiträgen. Lieben Dank fürs Lesen, ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen inspirieren.

Mein 6.Bingofeld beim diesjährigen Bingo von Antetanni :
„Zum Schutz von Langfingern habe ich ein Geheimfach am Rücken für meine Wertsachen“
und mal wieder bei Creativsalat Linkparty verlinkt




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