Das bin ich

Maria mit FuchsInspiriert durch den Blog von Frau Liebe, den mir meine Handarbeitsfreundin Alex vor über fünf Jahren empfohlen hatte, fing ich im Oktober 2011 selbst zu bloggen an. Ich hatte im Sommer gerade mein Abi in Mittelfranken gemacht und füllte die Zeit bis zu meinem bevorstehenden  Au-Pair-Aufenthalt mit einem Praktikum und verschiedenen Jobs. Als ich dann als Au-Pair in einer vier-köpfigen Familie in Südirland war, hatte ich besonders viel Zeit, die ich in der Küche und am Laptop verbringen konnte. So bloggte ich zwischen Januar und Juni 2012 besonders häufig.

Zurück in Deutschland fing mein Studium in meiner Traumstadt Deutschlands an: Freiburg im Breisgau. Freiburg im wunderschönen Schwarzwald. Dort backte und kochte ich zuerst in einer schön großzügigen Küche meiner 6er-WG im Studentenwohnheim. Zu den ersten Semesterferien leistete ich mir dann endlich meine gute, nie zickende Janome-Nähmaschine und eine tolle Beschäftigung für lange Nächte war gefunden.

Zu Hause bei meinen Eltern saß ich an einer über 50 Jahre alten Pfaff, die wohl durch alles durchkommt (ja, Leder kann man damit ohne größere Probleme nähen!), aber die doch schneller mal zickt und die auch keine Gebrauchsanleitung mehr besitzt… Auf einem alten Gaul lernt man das Reiten und ich habe auf der alten Maschine das Nähen mit 16 Jahren gelernt. Eine gute Hilfe war mir meine Schul- und Handarbeitsfreundin Alex. Inzwischen treffen wir uns gerne zu einem Nähwochenende und streuen in der ganzen Wohnung Stecknadeln aus.Maria mit Cupcake

Mit dem selbstständigen Backen fing es einige Jahre früher an. Ich meine, wir waren 12 Jahre alt, als ich und eine gute Freundin versucht haben, dünne Karamellplätzchen nach einem Rezept aus dem Internet zu backen. Dünn war die zwei Zentimeter dicke Masse überhaupt nicht und essbar auch nicht wirklich. Unsere lieben Väter waren unsere Helden und haben sie tapfer mit einem Lächeln gegessen. So startete ich hochmotiviert mit verschiedenen Keksen und Muffins, die gerade in wurden. Meine ersten Backbücher fanden den Weg in mein Regal und ich lernte das Internet lieben. Und mit der Zeit wurden aus meinen eher unbeliebten Gebäcken gelobte und sehr gern gegessene Köstlichkeiten. Zu jedem Geburtstag in der Familie oder im Freundeskreis wurde von mir bebacken, die erste gute Schwarzwälder-Kirsch-Torte folgte. Mein Onkel meinte einmal, wer eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte zaubern kann, der kann auch backen. Inzwischen finde ich andere Torten allerdings viel besser. Und Cupcakes sind die viel niedlicheren Torten. Im Advent 2011 war meine Backhöchstleistung mit 14 verschiedenen Plätzchensorten, meist in einer großen Menge oder wegen zu großer Nachfrage auch mehrmals gebackenen Sorten. Da war für jeden Geschmack etwas dabei! 2011 hatte ich mir einen Monat einfach frei genommen zum Backen, Nähen und nette Leute besuchen. Das war ne feine Sache.

Das Kochen ging immer so nebenher. Da hilft man mal mit, dann hüpft die Mutter weg, da gerade Kundschaft in die Töpferei, die unter der Wohnung lag, kam und man kochte alleine weiter. Irgendwann hat man einige Gerichte selbstständig gekocht und mit der Zeit sich auch an Neues herangewagt. Und irgendwann war man auch alt genug und das Kochen wurde zu etwas vollkommen normalen. In Irland haben meine zwei Freundinnen aus Spanien und Finnland und ich unsere Drei-Länder-Küche ins Leben gerufen und wir lernten viel Neues über Essen aus der eigenen Heimat, aber auch aus der Heimat der Anderen. Da ich momentan vier mal pro Woche in der Einrichtung esse, komme ich gar nicht mehr so oft wie früher zum Kochen. Und greife zumindest momentan eher zu altbewerten Rezepten (muss ich schließlich meine Schwiegereltern, Schwager und Schwiegergroßvater von meinen Kochkünsten überzeugen). Daher wird es wohl etwas dauern, bis sich hier wieder neue, mehrmals erprobte Rezepte zeigen werden.

Seit August 2016 leben wir nun im hübschen Allgäu. Ich arbeite in einem kleinen Montessori-Kindergarten als Kindheitspädagogin und lerne durch die Schwiegereltern das Gärtnern. Viel Neues momentan für mich, allerlei Umstellungen. Aber auch endlich wieder Zeit zum Selbermachen und Bloggen.

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